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Dienstag, 23.Juni 2026
🌅 04:52 Uhr | 🌇 21:29 Uhr
Wetter Berlin: Sonnig und warm, ~28°C, Regenrisiko nur 10 % — starker Ertragstag. Woche wird noch heißer: bis 35°C am Donnerstag. 🔥 Heute öffnet die Intersolar Europe in München — drei Tage lang das Herz der globalen Solarbranche.

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🌞 Top Story des Tages

⚖️ Landgerichte verbieten normwidrige Balkonspeicher — der Markt wird aufgeräumt
Mehrere deutsche Landgerichte haben den Verkauf von Balkonspeichern verboten, die nicht den geltenden Sicherheitsnormen entsprechen. Grundlage: die neue DIN VDE V 0126-95, die seit Dezember 2025 verbindliche Anforderungen für steckbare PV-Systeme definiert. Betroffen sind vor allem günstige Importprodukte, die ohne entsprechende Zertifizierung auf Plattformen wie Amazon vertrieben wurden. Die Urteile haben unmittelbare Marktfolgen: Händler müssen betroffene Produkte aus dem Sortiment nehmen, laufende Bestellungen stornieren und Rückrufe prüfen.
👉 Sunny-Take: Der Balkonkraftwerk-Boom hat einen Schattenseite produziert: einen unregulierten Graumarkt mit Billigprodukten, die niemand geprüft hat. Die Landgerichte beenden das jetzt. Was das konkret bedeutet:
Für Händler: Sofortige Prüfung des Sortiments auf DIN VDE V 0126-95-Konformität. Wer nicht konforme Produkte weiter verkauft, riskiert einstweilige Verfügungen und Schadensersatz.
Für Installateure: Kunden aktiv auf Normenkonformität hinweisen. Wer ein nicht zertifiziertes System installiert, haftet mit.
Für Endkunden: Vor dem Kauf auf das VDE-Zertifikat achten. Günstige Amazon-Importe ohne Nachweis sind ab sofort juristisch riskant.
Für den Markt: Kurzfristig Marktbereinigung — mittelfristig Qualitätssteigerung. Wer jetzt in konforme Produkte investiert, gewinnt Marktanteile.
Die Urteile sind ein Warnsignal — und eine Chance für alle, die von Anfang an auf Qualität gesetzt haben.

🏢Firmennews & Strategie
🔋 Tesvolt baut 190-MWh-Batteriepark in Wittenberg — 35 Mio. Euro, Finanzierung über Arbitragehandel
Tesvolt errichtet in Lutherstadt Wittenberg seinen bisher größten Batteriespeicherpark: 190 MWh, 36 Großspeicher, 2.000 m² Gewerbefläche, direkt an der Hochspannung angebunden. Finanzierung: 35 Mio. Euro Investor, Refinanzierung über Energiehandel — Strom bei niedrigen Preisen einlagern, bei hohen Preisen verkaufen. Netzanschlusskapazität bereits gesichert. Inbetriebnahme: März 2028.
👉 Sunny-Take: Arbitragehandel als Geschäftsmodell für Großspeicher — das ist die Antwort auf negative Strompreise und Versorgungsunsicherheit zugleich. Tesvolt hat den Investor schnell gefunden, weil Netzanschluss und Projektreife bereits gesichert waren. Das ist die Lektion: Wer den Netzanschluss hat, hat das Projekt.
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⚽ Bochum: Lohrheidestadion mit größter kommunaler Einzelanlage — 900 kW, 780 MWh pro Jahr
Die Stadt Bochum hat eine 900-kW-PV-Anlage auf dem Lohrheidestadion in Betrieb genommen — die bislang größte Einzelanlage im kommunalen Bestand. Jahreserzeugung: rund 780 MWh, entspricht dem Verbrauch von 300 Haushalten. Überwiegend Netzeinspeisung, ein Teil direkt für Stadionbetrieb. Bochum betreibt insgesamt mehr als 58 kommunale Anlagen mit über 3,6 MW.
👉 Sunny-Take: Bochum und Dortmund zeigen gleichzeitig: Stadien sind die unterschätzte Solar-Fläche der deutschen Städte. Große Dächer, gute Netzanbindung, öffentliche Vorbildwirkung. Wer kommunale PV-Projekte akquiriert — Sportinfrastruktur ist der nächste Wachstumsmarkt.
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📈Markt & Trends
🌊 Hidroelectrica: 90 MW Floating Solar + 800 MWh Speicher auf rumänischen Stauseen
Rumäniens staatlicher Energieriese Hidroelectrica plant Floating-Solar-Anlagen auf fünf Stauseen am Fluss Olt — 90 MW PV kombiniert mit 200 MW / 800 MWh Batteriespeicher. Pilot bereits gestartet: 10-MW-Anlage auf dem Ipotești-Stausee. Ziel: Stauseen zu hybriden Energiezentren aus Wasserkraft, Solar und Speicher machen. Investitionsplan 2026: rund 36,7 Mio. USD für PV und Speicher.
👉 Sunny-Take: Floating Solar auf Stauseen ist das klügste Flächenkonzept der Energiewende: keine Landnutzungskonflikte, vorhandene Netzanschlüsse, direkte Kombination mit Wasserkraft als natürlichem Speicher. Was Rumänien plant, ist ein Modell für jeden EU-Staat mit Stausee-Infrastruktur — also fast alle.
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🌿 Euronews: Solarzäune auf dem Vormarsch — Gartenzaun als Mini-Solaranlage
Europaweit werden Solarzäune als Ergänzung zu klassischen PV-Anlagen populärer — besonders im Iran-Krieg-Boom investieren Haushalte in jede verfügbare Fläche. Vertikale Module liefern besonders morgens und abends Strom — und im Winter überproportional viel bei tiefstehender Sonne.
👉 Sunny-Take: Der Solarzaun ist kein Nischenprodukt mehr — er ist der nächste logische Schritt für Haushalte ohne geeignetes Dach. Für Installateure: Wer Solarzäune im Portfolio hat, erschließt Kunden, die bisher nicht erreichbar waren.
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🔥 Deal der Woche

🏢 PVACADE — Fassaden, die Strom erzeugen. Architektur trifft Solarenergie.
Warum eine Fassade nur schützen, wenn sie auch produzieren kann?
PVACADE ist ein architekturintegriertes PV-Fassadensystem aus Verbundsicherheitsglas — unsichtbar integriert, technisch zertifiziert, gestalterisch frei. Ob Holzoptik, Marmor, Vollfarbe oder Metallstruktur: Die Fassade bleibt solaraktiv, egal wie sie aussieht.
✔ Bis zu 200 Wp/m² — direkt in die Gebäudehülle integriert
✔ Modulgrößen bis 300 × 200 cm — individuell auf jedes Projekt
✔ Dämmung bis 200 mm — energetisch optimiert
✔ Brandschutzklasse A2, zertifiziert nach IEC & EN-Normen
✔ Farbgarantie: weniger als 5 % Veränderung in 10 Jahren
Für Neubauten und Sanierungen. Als Einhang-Fassade oder Sandwich-Paneel.
👉 Für Architekten, Projektierer und Bauherren: Wer heute eine Fassade plant, plant sie einmal für 30 Jahre. PVACADE macht daraus eine Energiequelle — ohne Kompromisse beim Design.

⚖️Gesetze & 📈Regulierung
🌾 EEG-Reform bedroht Milliardeneinkommen der Landwirtschaft — Bauern als Hauptleidtragende
Hans-Josef Fell (Energy Watch Group, Mitautor des EEG 2000) warnt: Die geplanten Gesetzesvorschläge zu EEG, Netzpaket und Gebäudemodernisierungsgesetz werden Landwirte härter treffen als die Abschaffung des Agrardiesels. 26 % aller Landwirtschaftsbetriebe (rund 26.000) erzeugen Erneuerbare Energien, für viele ist es das zweitwichtigste Standbein. Agri-PV fällt aus Ausschreibungen heraus, weil sie teurer als normale Freiflächen-PV ist. Biogasanlagen verlieren Wirtschaftlichkeit durch Bioquote im Heizungsgesetz. Fell: „Ich kann mich nur wundern, warum sich keine Proteste breit machen."
👉 Sunny-Take: Der Bauernverband hat beim Agrardiesel mit Traktoren-Blockaden reagiert — und gewonnen. Die drohenden Einkommensverluste durch EEG-Reform und Netzpaket sind größer. Wenn diese Botschaft die Landwirtschaft erreicht, wird es politisch laut. Für Agri-PV-Projektierer: Das ist auch euer Kampf.
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🔴 Kabeldiebstahl Serie: Wieder 10 km Kupferkabel aus Solarpark gestohlen — diesmal Großburgwedel
Unbekannte haben in einer einzigen Nacht rund 10.000 Meter Kupferkabel aus einem Solarpark in Großburgwedel (Region Hannover) gestohlen — Schaden: etwa 7.500 Euro. Es ist bereits der zweite Diebstahl an demselben Standort. Zeitgleich stehen Solarfelder bei Bautzen nach 42 km Kabeldiebstahl still.
👉 Sunny-Take: Zwei Standorte, zwei Wochen, zwei Großdiebstähle. Das ist keine Zufälligkeit — das ist organisierte Kriminalität, die den Solar-Boom ausnutzt. Für Betreiber: Zäune, Bewegungsmelder, Kamerasysteme und Monitoring sind keine Optionen mehr, sondern Mindestanforderung.
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🛠️Produkte, Startups & Technik
🔬 Trina Solar: Erster kommerzieller Perowskit-Tandem-Auftrag — 900 W, 20–30 % mehr Ertrag
Trina Solar hat seinen ersten kommerziellen Auftrag für Perowskit-Silizium-Tandemmodule gesichert — ein Pilotprojekt in Neuseeland. Die Module erreichen in Tests über 900 W Leistung. Gegenüber konventionellen Siliziummodulen: 15–20 % niedrigere Balance-of-System-Kosten, 20–30 % mehr Energieertrag pro Fläche. Trinasolar beschreibt den Schritt als Übergang von der Laborentwicklung zur kommerziellen Anwendung.
👉 Sunny-Take: Der erste kommerzielle Perowskit-Tandem-Auftrag ist ein historischer Moment — nicht weil Neuseeland der wichtigste Markt ist, sondern weil die Technologie jetzt real ist. 900 W aus einem Modul, 20–30 % mehr Ertrag pro Fläche — das verändert die Wirtschaftlichkeit von Dachanlagen fundamental. Die Frage ist nicht ob, sondern wann das auf deutschen Dächern landet.
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⚡ Canadian Solar TOPCon 3.0: 670 Wp, 24,8 % Wirkungsgrad — ab August im Massenversand
Canadian Solar launcht das TOPCon 3.0 High-Power-Density-Modul: 670 Wp, 24,8 % Wirkungsgrad, Bifazialität bis 90 %, Temperaturkoeffizient -0,26 %/°C. Leistungsgarantie: über 88,85 % nach 30 Jahren, Degradation ≤ 0,35 % jährlich. Globaler Massenversand ab August 2026. Präsentation auf der Intersolar (Stand B2.250).
👉 Sunny-Take: 670 Wp im Standardformat ist die neue Messlatte für Utility-Scale und C&I. Canadian Solar liefert mit dem Temperaturkoeffizienten ein starkes Argument für heiße Sommer — -0,26 %/°C ist besser als der Marktdurchschnitt. Für Projektierer: Ab August verfügbar, jetzt einplanen.
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✍️Umfrage der Woche
Bist du diese Woche auf der Intersolar in München?


💡 Mein Wow Moment des Tages

⚽ Borussia Dortmund hat auf dem Dach des Signal Iduna Parks die größte Solaranlage gebaut, die je auf einem Fußballstadion installiert wurde.
11.132 Solarmodule. Full-Black, bifazial, n-Typ. Jedes einzelne 450 Watt stark.
Zusammen erzeugen sie mehr als 4 Gigawattstunden Strom pro Jahr — genug, um die Stadionflutlichter an 1.000 Spieltagen zu betreiben. Oder um 1.700 Tonnen CO₂ zu vermeiden. Jedes Jahr.
Das ist nicht die Solaranlage eines Öko-Pioniers. Das ist das Dach eines der meistbesuchten Fußballstadien Europas — entwickelt von RWE, gebaut mit JA-Solar-Modulen, in Betrieb seit Dezember 2025.
Und das Schönste daran: Millionen Fans weltweit sehen dieses Dach bei jeder Übertragung. Kein Marketingbudget der Welt kann diese Reichweite kaufen.
Wenn Solar auf dem Dach des Signal Iduna Parks normal ist — wann wird es auf dem Dach deines Kunden normal?

