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Dienstag,16.Juni 2026
🌅 04:49 Uhr | 🌇 21:28 Uhr Wetter Berlin: Aufheiternd, ~22°C, Regenrisiko nur 10 % — guter Ertragstag, Woche wird sommerlich bis 33°C am Freitag.

🌞 Top Story des Tages

🌱 Agri-PV und Moor-PV: Union und SPD stellen sich gegen Reiche — bereits gebaute Projekte in Gefahr
Der aktuelle EEG-Referentenentwurf sorgt für parteiübergreifenden Aufruhr: Sowohl Abgeordnete der Union als auch der SPD stellen sich gegen den Kurs von Wirtschaftsministerin Reiche bei Agri-PV und Moor-PV. Der Kern des Problems: Bereits gebaute und finanzierte Projekte könnten rückwirkend ihre Förderung verlieren — ein Vertrauensbruch, der Banken und Investoren alarmiert. Agri-PV-Anlagen wurden unter geltender Förderlogik geplant, finanziert und gebaut. Wenn die Spielregeln jetzt im Nachhinein geändert werden, ist das kein Politiksignal mehr — das ist ein Haftungsfall.
👉 Sunny-Take: Wenn die eigene Koalition gegen den eigenen Entwurf aufbegehrt, ist das kein Zeichen von Stärke — das ist ein Zeichen, dass der Referentenentwurf in zentralen Punkten nicht haltbar ist. Was das konkret bedeutet:
Rückwirkende Förderkürzungen sind ein Tabubruch. Wer Projekte finanziert hat, hat auf Basis geltenden Rechts geplant. Banken werden das nicht stillschweigend hinnehmen.
Agri-PV steckt im politischen Kreuzfeuer — ausgerechnet jetzt. Feldwerke hat gerade 12 Mio. Euro Kreditlinie für 100 MW Agri-PV gesichert. Wenn die Förderlogik kippt, kippt der Business Case dahinter.
Moor-PV ist ökologisch das stärkste Argument der Energiewende — Stromerzeugung auf Flächen, die ohnehin renaturiert werden. Wenn das aus dem EEG fliegt, ist das klimapolitisch kurzsichtig.
Für Projektierer gilt: Keine neuen Agri-PV- oder Moor-PV-Investitionsentscheidungen, bis Klarheit herrscht. Der Entwurf ist noch nicht Gesetz — aber er vergiftet bereits die Finanzierungsgespräche.

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🏢Firmennews & Strategie
🇺🇸 US-Richterin stoppt Trumps Steuerbremse für Solar
Eine US-Bundesrichterin hat Trumps Maßnahmen zur Einschränkung von Solar-Steuervorteilen vorläufig gestoppt. Die Entscheidung betrifft Milliarden an Investitionsanreizen unter dem Inflation Reduction Act — und gibt der US-Solarbranche vorerst Planungssicherheit zurück.
👉 Sunny-Take: Was in Washington passiert, landet sechs Monate später in den Modulpreisen und Lieferketten. Eine gestoppte Steuerbremse bedeutet: US-Nachfrage bleibt hoch, chinesische Exportkapazitäten bleiben auf Europa gerichtet. Für deutsche Importeure und Projektierer: Preisdruck bleibt.
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Sunny-Score: ☀️☀️☀️🌑🌑
🏗️ Brandenburg will Solarpflicht kippen — mehr große Dächer bleiben ohne PV
Brandenburg plant, die Pflicht für Photovoltaik auf größeren öffentlichen und gewerblichen Gebäuden zu streichen. Landkreis Barnim, Kreiswerke und IHK sehen das unterschiedlich: weniger Bürokratie vs. verschenktes Solarpotenzial.
👉 Sunny-Take: Brandenburg ist das Land mit dem meisten Solarausbau pro Kopf in Deutschland — und kippt trotzdem die Solarpflicht. Das ist kein lokales Signal, das ist ein bundespolitisches Symptom: Wenn selbst Vorzeige-Solarländer zurückrudern, ist die politische Stimmung gedreht.
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Sunny-Score: ☀️☀️☀️☀️🌑
🔋 Furo: KI-Speicherbetreiber verspricht Amortisation in 5 statt 15 Jahren
Das Münchner Start-up Furo (gegründet 2025, Team aus Apple/Google X/BCG/Stanford) erweitert seine Planungsplattform zum vollständigen Speicherbetreiber: KI-gestützte Multi-Use-Optimierung, digitaler Zwilling vor Installation, Echtzeithandel und Lastspitzenkappung in einem System. Zielgruppe: Gewerbliche Speicher von 150 kW bis 3 MW. ~100 zahlende Kunden, Partner u.a. Enpal, Deutsche Bahn, sonnen, Fenecon, BayWa. Versprechen: Wirtschaftlichkeitspotenzial +40 %, Amortisation von 15 auf 5 Jahre.
👉 Sunny-Take: Fünf Jahre Amortisation klingt nach Marketing — aber der Ansatz ist sauber: Dieselbe KI, die den Betrieb steuert, berechnet vorher die Prognose. Das dreigleisige Erlösmodell (SaaS + Betrieb + Handelserfolg) macht Furo unabhängig von Preisvolatilität. Das strukturelle Problem bleibt der Netzanschluss — aber den hat Furo nicht erfunden.
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Sunny-Score: ☀️☀️☀️☀️🌑
🏭 Gepvolt SE startet Serienproduktion in Hilden — 14.000 m² neue Fläche, Belegschaft wird verdoppelt
Die Gepvolt SE hat am Standort Hilden (NRW) die Serienproduktion industrieller Batteriespeichersysteme aufgenommen. Bis Jahresende entstehen 14.000 m² neue Produktionsfläche, die Belegschaft wächst von ~40 auf mindestens 80. Kunden: Industrie, Energieversorger, Kommunen, Solar- und Windparkbetreiber. Strategie: Europäische Wertschöpfung und technologische Unabhängigkeit.
👉 Sunny-Take: Made in Germany für Batteriespeicher — in einem Markt, der von China dominiert wird, ein mutiges Statement. Gepvolt setzt auf den wachsenden Wunsch nach Versorgungssicherheit und lokaler Wertschöpfung. Die nächsten 18 Monate zeigen, ob das Geschäftsmodell trägt.
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Sunny-Score: ☀️☀️☀️🌑🌑
🌾 Feldwerke sichert sich 12 Mio. € revolvierende Kreditlinie — 100 MW Agri-PV in 18 Monaten
Das Münchner Agri-PV-Start-up Feldwerke (gegründet 2023) hat seine erste große Fremdkapitalrunde abgeschlossen: 12 Mio. Euro revolvierende Kreditlinie eines französischen Debt Funds. Ziel: 100 MW in 18 Monaten. Bereits 20 MW am Netz, darunter die größte Agri-PV-Anlage Süddeutschlands. Weitere 350 MW in Umsetzung, 400 MW in Entwicklung. Ziel bis 2030: 1 GW. Mindestens 85 % der Fläche bleibt für Landwirtschaft nutzbar.
👉 Sunny-Take: Revolvierende Kreditlinie ist clever: Sobald ein Projekt fertig ist, fließt das Kapital ins nächste — aus 12 Mio. Euro wird ein deutlich größeres Bauvolumen. Agri-PV hat Gegenwind durch den EEG-Förderstreit — aber institutionelles Kapital fließt trotzdem. Feldwerke setzt auf Tempo, solange das Fenster noch offen ist.
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Sunny-Score: ☀️☀️☀️☀️🌑

📈Markt & Trends
📊 81 % wählen Ökostrom beim Vertragswechsel — neuer Rekord
Aktuelle Marktdaten zeigen: 81 % der Verbraucher entscheiden sich beim Abschluss neuer Stromverträge für Ökostrom-Tarife — ein neuer Rekordwert. Günstigste Ökostrom-Tarife starten bei 21,9 ct/kWh, Einsparpotenzial für Drei-Personen-Haushalt: bis zu 400 Euro/Jahr. PV-Komplettanlagen kosten im ersten Halbjahr 2026 zwischen 1.100 und 1.800 Euro/kWp.
👉 Sunny-Take: 81 % Ökostrom-Wahl ist kein Idealismus mehr — das ist Preisrationalität. Wer beim Vertragswechsel Ökostrom wählt, spart Geld. Wer zusätzlich Solar auf dem Dach hat, spart noch mehr. Die Nachfrage ist da — die politische Unsicherheit ist das einzige, was sie bremst.
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Sunny-Score: ☀️☀️☀️🌑🌑
🚗 EU-Studie: Fahrzeugintegrierte PV entlastet Europas Stromnetz 2030 um 15,6 TWh
Das EU-Forschungsprojekt SolarMoves (TNO + Fraunhofer ISE) hat 1,3 Millionen gefahrene Kilometer ausgewertet: Ein PKW in Mitteleuropa kann bis zu 55 % seines Energiebedarfs selbst erzeugen, in Südeuropa bis zu 80 %. Würden alle Neuzulassungen 2024–2030 mit VIPV ausgestattet, sänke die Netzlast 2030 um 15,6 TWh. Elektro-LKW verlängern Tagesreichweite um 15 %, Anhänger erzeugen im Sommer bis zu 110 kWh/Tag. Amortisation bei Diesel-LKW: unter zwei Jahre.
👉 Sunny-Take: Das Solarauto ist tot — die Solartechnologie lebt. Sono Motors und Lightyear, beide gescheitert als Autobauer, liefern heute die Technologie für das System. 15,6 TWh Netzentlastung aus Fahrzeugen allein — das ist kein Nischenprojekt mehr, das ist Infrastruktur. Für den DACH-Markt: LKW-Flottenbetreiber sollten das jetzt rechnen.
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Sunny-Score: ☀️☀️☀️☀️🌑

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⚖️Gesetze & 📈Regulierung
⚠️ EEG 2027: Vier Änderungen, die jedes Gewerbe-PV-Projekt jetzt kennen muss
Ab 2027 ändern sich die Spielregeln für gewerbliche PV grundlegend: Die feste Einspeisevergütung fällt weg. Für Neuanlagen ab 100 kW kommen Contracts for Difference — steigt der Strompreis, müssen Betreiber Mehrerlöse zurückzahlen. Die Einspeiseleistung wird auf 50 % gekappt — Batteriespeicher werden faktisch Pflicht. Direktvermarktung gilt ab 2027 für jede neue Anlage. Wer bis 31. Dezember 2026 in Betrieb geht, sichert sich 20 Jahre garantierte Vergütung, keine CfD-Pflicht und historisch günstige Einstiegskosten.
👉 Sunny-Take: Diese vier Punkte gehören in jede Kundenpräsentation, jeden Projektbericht und jeden Finanzierungsantrag. Die Deadline 31. Dezember 2026 ist real — und sie kommt schneller als die meisten Auftragskalender es erlauben. Wer jetzt nicht plant, plant 2027 unter komplett anderen Vorzeichen.
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🇦🇹 Österreich: Nächster PV-Fördercall startet heute — 12 Mio. Euro, 90 % der Anträge mit Speicher
Ab heute 17 Uhr startet die Ticketziehung für den zweiten österreichischen EAG-Fördercall 2026. Ab morgen früh 8 Uhr können bis 30. Juni Anträge eingereicht werden. Vergeben werden 12 Mio. Euro Investitionszuschüsse für PV und Speicher. Beim ersten Call 2026 (70 Mio. Euro) enthielten 90 % aller Anträge eine Speicherkomponente. Made-in-Europe-Bonus von 10 % bleibt — und wird bei Wechselrichtern bald verpflichtend.
👉 Sunny-Take: 90 % Speicherquote bei Förderanträgen — der Markt hat die Botschaft verstanden, bevor die Politik sie formuliert hat. Österreich macht vor, was Deutschland diskutiert: Speicher ist kein Bonus mehr, sondern Voraussetzung. Für Installateure im DACH-Raum: Wer Speicher nicht anbietet, verliert Förderaufträge.
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⚖️ OLG Brandenburg: Vage Dachnutzungsverträge kosten Solaranlagenbetreiber über 250.000 Euro
Das Brandenburgische Oberlandesgericht hat entschieden: Wer im Dachnutzungsvertrag keine klaren Regelungen zu Ab- und Wiederaufbaukosten bei Dachreparaturen trifft, zahlt im Zweifel alles selbst. Ein Betreiber musste beide Kosten tragen — obwohl der Vertrag nur den Abbau explizit regelte. Streitwert: über 250.000 Euro.
👉 Sunny-Take: Drei Klauseln, die in jeden Dachnutzungsvertrag gehören: Wer zahlt Ab- und Wiederaufbau? Gilt das auch bei Nutzungsänderungen? Wie wird der Dachzustand vor Montage dokumentiert? Wer das nicht regelt, finanziert im schlimmsten Fall den Rechtsstreit des Eigentümers. Pflichtlektüre für jeden Projektierer mit Dachanlagen.
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📡 Neue Netzentgelte ab 2029: Fraunhofer ISE warnt vor Gefahr für Ausbauziele
Die geplante AgNes-Reform der Bundesnetzagentur könnte PV-Haushalte ab 2029 mit höheren Grundpreisen belasten — unter 100 Euro/Jahr, aber wiederkehrend. Fraunhofer-ISE-Forscher Christof Wittwer warnt: „Die Ausbauziele, und damit die rechtzeitige Transformation des Energiesystems, sind in Gefahr." Entwurf kommt im Sommer 2026, finale Fassung Ende 2026.
👉 Sunny-Take: 100 Euro/Jahr klingt nach wenig. Aber in einer Welt, in der gleichzeitig Einspeisevergütung fällt, Nulleinspeisung droht und Netzentgelte steigen, summiert sich das zu einem strukturellen Investitionshemmnis. Fraunhofer ISE sagt es klar — wer die Botschaft ignoriert, plant gegen die Physik des Marktes.
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🌱 KNE-Gutachten: Bodenschutz entscheidet über Umweltwirkungen von Solarparks
Ein Fachgutachten im Auftrag des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende zeigt: Die größten Umweltauswirkungen von Solarparks entstehen in der Bauphase — durch Bodenverdichtung und Erosion. Betriebsbedingte Effekte sind begrenzt. Empfehlung: Bodenkundliche Baubegleitung, Bau bei ausreichender Vegetationsbedeckung, kein Winterbau.
👉 Sunny-Take: Wer Freiflächen-PV ohne Bodenkonzept plant, riskiert Genehmigungsprobleme und langfristige Haftungsfragen. Das KNE-Gutachten liefert jetzt den Argumentationsrahmen für Behörden — und den Handlungsrahmen für Projektierer. Bodenschutz ist kein Add-on mehr, sondern Grundlage jedes naturverträglichen Projekts.
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🛠️Produkte, Startups & Technik
🔌 Sax Power launcht Home Manager Pro und Plug-In — sektorenübergreifendes EMS für Neu- und Bestandsanlagen
Sax Power stellt zwei neue Energiemanagement-Einheiten vor: Der Home Manager Pro (Hutschiene, Neuinstallationen) und der Home Manager Plug-In (kompakt, Bestandsanlagen) verbinden Solar, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox und dynamische Stromtarife in einem System. Schnittstellen: RS485, LAN, REST-API, MQTT. Basisversion kostenlos, Pro-Abo mit KI-Modus und Peak-Shaving kostenpflichtig.
👉 Sunny-Take: Ein EMS, das Neu- und Bestandsanlagen gleichermaßen abdeckt — das ist der entscheidende Marktparameter. Wer im Retrofit-Segment wächst, braucht genau das: Plug-In statt Komplettumbau. Für Installateure mit gemischtem Kundenstamm ein interessantes Werkzeug.
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🏗️ Gonvarri Solar Steel auf der Intersolar: Neue Tracker-Generation, Top-4 weltweit
Gonvarri Solar Steel präsentiert auf der Intersolar Europe 2026 (Stand A6.370, 23.–25. Juni) eine neue Tracker-Produktgeneration — offizieller Launch am 17. Juni. Das Unternehmen ist drittgrößter Solar-Tracker-Anbieter in Europa und unter den globalen Top 4 (Wood Mackenzie Tier 1). Drei Jahre in Folge Marktführer in Spanien.
👉 Sunny-Take: Tracker-Technologie entscheidet über Ertrag und Amortisation bei Utility-Scale-Projekten. Wer auf der Intersolar Freiflächen-Projekte plant, sollte den Launch am 17. Juni im Blick haben — bevor alle anderen ihn kennen.
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Sunny-Score: ☀️☀️☀️🌑🌑
⚡ Horizont Animal Care: Neue Solar-Weidezaungeräte mit bis zu 25 % mehr Effizienz
Der deutsche Hersteller Horizont Animal Care hat seine Solar-Weidezaungeräte-Reihe überarbeitet: trapper AS25, farmer AS50 und farmer AS180 mit optimiertem Solarpanel, verbesserter Elektronik und intelligenter Stromsparschaltung. Der farmer AS180 versorgt mit einem 24-Watt-Solarmodul Zaunlängen bis 14 Kilometer. Neu: automatische Anpassung des Energieverbrauchs, Tiefentladeschutz, LED-Akkuanzeige.
👉 Sunny-Take: Solar im Agrar-Segment ist oft unsichtbar — aber es ist ein riesiger Markt. Weidezaungeräte sind der einfachste Solar-Einstieg für jeden Bauernhof — und eine natürliche Brücke zur nächsten Agri-PV-Anlage.
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Sunny-Score: ☀️☀️☀️🌑🌑
🛸 Japan baut Weltraum-Solar: OHISAMA-Satellit soll Strom aus dem Orbit auf die Erde strahlen
Japan Space Systems hat den OHISAMA-Satelliten gebaut — Waschmaschinen-Größe, 180 kg, 720 W Leistung. Ziel: Solarstrom in Mikrowellen umwandeln und per Retrodirektiv-Strahl auf eine 64-Meter-Bodenantenne in Nagano übertragen. Wenn das gelingt, leuchtet eine LED. Langfristziel: 1-GW-Orbital-Array in den 2040ern. Problem: Trägerrakete Kairos ist bisher dreimal gescheitert.
👉 Sunny-Take: 720 Watt aus dem Weltall, eine LED als Beweis — und dahinter steckt die Technologie für gigawattstarke orbitale Kraftwerke. Wer das als Spielerei abtut, hat die Geschichte von Lithium-Ionen-Akkus vergessen. Japan ist gerade der einzige Akteur, der Space Solar wirklich versucht.
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Sunny-Score: ☀️☀️🌑🌑🌑

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💡 Mein Wow Moment des Tages

🌉 In der Schweizer Region Surselva gibt es 563 Brücken, Tunnel, Stützmauern und Galerien.
Die Fachhochschule Graubünden hat sie alle systematisch analysiert. Frage: Wie viel Solarstrom könnten sie im Winter liefern — wenn man sie mit vertikalen Modulen bestückt?
Ergebnis: 6,7 Gigawattstunden — von Oktober bis März. Aus Infrastruktur, die bereits existiert, niemanden verdrängt und keine neue Fläche braucht.
Das ist keine Utopie. Das Ostportal des Tunnels Trin in Graubünden ist seit 2022 bereits mit einer Solaranlage ausgestattet. Das Lehnenviadukt in Trin Mulin hat eine erweiterte Schallschutzwand — und nutzt die neue Fläche für Module.
Vertikale Module an Infrastrukturbauten haben einen entscheidenden Vorteil: Im Winter, wenn Dachanlagen im Schnee verschwinden und die Sonne flach steht, liefern senkrechte Flächen überproportional viel. Genau dann, wenn die Schweiz — und Deutschland — Strom am dringendsten braucht.
Der Haken: Netzanschlüsse fehlen oft. Direktverbraucher gibt es kaum. Die Wirtschaftlichkeit hängt an Details.
Aber die Methodik, die in Surselva entwickelt wurde, ist auf jede alpine Region übertragbar. Die Region Viamala plant bereits ein Folgeprojekt.
563 Bauwerke. Eine Region. 6,7 GWh Winter-Solar.
Wenn man das auf alle Alpenregionen hochrechnet — reden wir nicht mehr über Gigawattstunden.

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Bis zur nächsten Ausgabe,
Tom Illauer

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